Genau diesen Raum eröffnet die Projektwoche der Berufsmaturität am BBZ IDM: Fernab des gewohnten Stundenplans arbeiten die Lernenden eigenverantwortlich an Fragestellungen, die sie interessieren, entdecken neue Perspektiven und verbinden Wissen aus unterschiedlichen Fachbereichen.
Dabei entstehen nicht nur kreative Projekte, sondern auch jene Kompetenzen, die in einer sich wandelnden Welt entscheidend sind – kritisches Denken, Zusammenarbeit, Kommunikation und Eigeninitiative. Die Projektwoche macht Lernen erlebbar und zeigt, wie Bildung weit über das Klassenzimmer hinaus wirken kann.
Im Schuljahr 2025/26 bot die Projektwoche eine grosse Vielfalt an Themen und Projekten.
CAD-Zeichnen und 3D-Druck: Von der ersten Skizze bis zum fertigen Objekt lernten die Teilnehmenden die Grundlagen des CAD-Zeichnens und des 3D-Drucks kennen. Dabei entwickelten sie eigene Ideen, konstruierten digitale Modelle und verwandelten diese Schritt für Schritt in greifbare Produkte. Die Projektwoche bot Raum für Kreativität, technisches Verständnis und praktisches Tüfteln.
Polysportwoche: Bewegung, Teamgeist und der Spass am Ausprobieren standen in dieser Woche im Vordergrund. Die Lernenden lernten verschiedene Sportarten kennen – von Beachvolleyball, Klettern und Tanzen bis hin zu Selbstverteidigung, Paddel-Tennis und Roundnet. Dabei erweiterten sie ihre sportlichen Fähigkeiten und sammelten neue Erfahrungen. ((und hielten ihre Erlebnisse in einem selbst produzierten Video fest.)) ????????
Unter der Leitung von Elias Bieri starteten die Lernenden mit einer energiegeladenen Kondidance-Session in die Woche. Am Montagnachmittag stand dann Salsa auf dem Programm. Julia Kunz vermittelte den Teilnehmenden erste Grundschritte (Pasitos) und bereitete sie mit einfachen Partnerfiguren auf den ersten Salsa-Ausgang vor.
Settimana italiana – Italienisch lernen und leben: Sprache, Kultur und Kulinarik verschmolzen in dieser Projektwoche zu einem ganzheitlichen Italien-Erlebnis. Die Lernenden erweiterten ihre Italienischkenntnisse, tauchten in die italienische Ess- und Kaffeekultur ein, kochten gemeinsam traditionelle Gerichte und lernten mehr über Geschichte und Lebensart des Landes. Den stimmungsvollen Höhepunkt bildete der Ausflug nach Domodossola.
Die Kaffeedegustation stiess auf viel Anklang! Die zahlreichen unterschiedlichen Specialty Coffees beeindruckten die Lernenden. Das Wissen um das italienische Nationalgetränk wurde enorm erweitert. Genuss pur – Riechen, schmecken, trinken. Erst unter der Verwendung der zahlreichen Sinne entfaltet der Kaffee sein ganzes Potential.
Damit das Kochen gelingt braucht es frische Zutaten, Know-how und vor allem viel Zeit und Hingabe. Die Gruppe kam in den Genuss von zahlreichen italienischen Köstlichkeiten wie Bruschetta, Foccacia, Risotto etc. – natürlich alles selbstgemacht!
Gestalte ein Sketchbook! Die kreative Beobachtung der Welt stand im Mittelpunkt. Die Lernenden schulten ihren Blick für Formen, Perspektiven und Details, experimentierten mit verschiedenen Techniken und entwickelten ihren eigenen gestalterischen Stil weiter. Entstanden sind individuelle Sketchbooks – gefüllt mit Zeichnungen, Collagen, Texten und kreativen Eindrücken aus Stadt und Natur.
Bootcamp Robotik in Gran Canaria: Technik, Teamarbeit und Tüftlergeist standen in dieser Projektwoche im Mittelpunkt. Die Lernenden entwickelten und programmierten Roboter, lösten gemeinsam technische Herausforderungen und vertieften ihre Kenntnisse in Informatik, Mathematik und Konstruktion. Den Abschluss bildete ein Wettbewerb, bei dem die Teams ihr Können unter Beweis stellen und ihre Lösungen miteinander messen konnten.
Gruseliges Thun: Auf den Spuren dunkler Geschichten und rätselhafter Ereignisse entdeckten die Lernenden die unbekannte Seite von Thun und dem Berner Oberland. Inspiriert von der Stadtführung «Blutiges Thun» recherchierten sie historische Begebenheiten oder verfassten eigene Gruselgeschichten. Die Ergebnisse wurden in einer gemeinsamen Zeitschrift zusammengetragen und journalistisch aufbereitet.
Impressionen aus der Projektwoche Berufsmaturität, die im März 2026 durchgeführt wurde.
Fotos © KOM BBZ IDM
Essen ist weit mehr als reine Nahrungsaufnahme. In der Projektwoche «Du bis(s)t, was du isst – Die vielfältige Welt des Essens» setzten sich die Lernenden mit Esskulturen, Nachhaltigkeit, Gesundheit und der Geschichte des Essens auseinander. Beim gemeinsamen Kochen, auf Exkursionen und in eigenen Projekten entdeckten sie, wie Essen Menschen verbindet und welche Bedeutung es für Gesellschaft, Umwelt und Kultur hat.
Ohne Verpackung, für die Umwelt – im Unverpackt-Laden (hier in der «Palette» in Bern) lässt sich fast alles kaufen, was das tägliche Leben erfordert: Von Teigwaren und Reis über Kaffee, Schnaps und Schokolade bis hin zu Seife oder Tabletten fürs Zähneputzen. Einfach einen eigenen Behälter mitbringen (oder im Laden mieten) und los gehts – am Schluss das Wägen nicht vergessen.
Die Berufsmaturität (BM) vermittelt begabten Lernenden und Berufsleuten eine erweiterte Allgemeinbildung und bereitet sie auf das Studium an einer Fachhochschule FH oder an einer anderen weiterführenden Bildungsinstitution vor.
Auf die Frage, was unbedingt beibehalten werden soll, fiel die Antwort in der diesjährigen BM-Abschlussumfrage mehrfach gleich aus: die Projektwoche. Die Lernenden schätzen die Möglichkeit, selbstständig an Themen zu arbeiten, Neues auszuprobieren und eigene Ideen in die Praxis umzusetzen. Genau das macht die Projektwoche zu einem besonderen Höhepunkt des Schuljahres.